Hier kommt die unbequeme Wahrheit: Keine Zählung ist sicher. Genau deshalb ist Risikomanagement nicht das Anhängsel, sondern der wichtigste Teil jeder wellenbasierten Strategie. Die gute Nachricht: Die Wellenstruktur liefert besonders klare, objektive Punkte für die Stop-Setzung. Sie sind nicht willkürlich, sondern ergeben sich aus den Regeln selbst.
Stops an der Wellenstruktur
- Long ab Ende Welle 2: Stop knapp unter dem Start von Welle 1, sonst wäre Regel 1 verletzt.
- Long ab Ende Welle 4: Stop unter dem Hoch von Welle 1, das Welle 4 nicht unterschreiten darf (Regel 3).
Der Charme dieser Methode: Diese Niveaus ergeben sich aus den Grundregeln selbst. Reißt der Kurs sie, ist nicht nur der Trade falsch, sondern die ganze Zählung. Das macht den Stop logisch zwingend statt emotional verhandelbar.
- Stop
- = Invalidierung
- Risiko/Trade
- klein & fix
- Größe
- aus Risiko
- Regelbruch
- → raus
Zusammenfassung
Wellenbasiertes Risikomanagement ist ungewöhnlich diszipliniert, weil die Stops aus den Regeln folgen statt aus dem Bauchgefühl. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Invalidierung bestimmen, Risiko festlegen, Positionsgröße ableiten, und bei Regelbruch konsequent aussteigen.
Quellen
- A. J. Frost & Robert R. Prechter: Elliott Wave Principle: Key to Market Behavior, Anwendung der Wellenanalyse auf Einstiege und Risikosteuerung.
- Robert R. Prechter (Hrsg.), Elliott Wave International, Aufbereitung der Theorie für die praktische Marktanalyse.
