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Wellen zählen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Strukturiert von der Marktstruktur zur Zählung.

Ein frischer Chart wirkt zunächst wie ein Wust aus Zacken, und genau hier scheitern die meisten: Sie fangen mitten im Gewirr an zu zählen. Wellenzählung ist aber Handwerk, und Handwerk hat eine Reihenfolge. Mit einem klaren Vorgehen wird aus dem unübersichtlichen Verlauf eine nachvollziehbare Struktur. Die folgende Reihenfolge hat sich bewährt.

In sechs Schritten

  1. Zeitebene wählen: Lege fest, welchen Wellengrad du analysierst. Zu viele Ebenen gleichzeitig führen unweigerlich zu Verwirrung.
  2. Trend bestimmen: Identifiziere die übergeordnete Richtung. Liegt ein fünfteiliger Impuls oder eine dreiteilige Korrektur vor?
  3. Markante Punkte markieren: Setze die wichtigen Hoch- und Tiefpunkte und nummeriere die mutmaßlichen Wellen 1 bis 5 beziehungsweise A-B-C.
  4. Regeln prüfen: Hält die Zählung alle Grundregeln ein? Wenn nicht, verwirf sie, statt sie zurechtzubiegen.
  5. Leitlinien und Ratios anwenden: Prüfe Alternation, Kanal und Fibonacci-Verhältnisse, um die wahrscheinlichste Variante zu wählen.
  6. Alternative und Invalidierung: Notiere eine zweite Zählung und das Kursniveau, das deine bevorzugte Zählung widerlegen würde.
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Abb.: Orientierung: vollständiger Zyklus aus Impuls (1–5) und Korrektur (A-B-C) als Zählraster.

Zusammenfassung

Wer in fester Reihenfolge vorgeht, also Ebene, Trend, Punkte, Regeln, Leitlinien, Alternative, verwandelt das Chaos in eine prüfbare Hypothese. Entscheidend ist die Disziplin, eine Zählung bei Regelverstoß sofort zu verwerfen, statt sie zu retten.

Quellen

  • A. J. Frost & Robert R. Prechter: Elliott Wave Principle: Key to Market Behavior, praktische Vorgehensweise und Wellengrade.
  • Ralph Nelson Elliott: The Wave Principle (1938), Grundlegung der fraktalen Struktur.