Zoome in einen Chart hinein, und etwas Merkwürdiges passiert: Die Welle 3 aus dem Tageschart entpuppt sich im Stundenchart selbst als kompletter Fünf-Wellen-Impuls. Zoome weiter, und es wiederholt sich. Dieses Prinzip, dass jede Welle aus kleineren Wellen desselben Bautyps besteht, ist die Fraktalität, das wichtigste Strukturprinzip der Theorie. Märkte sehen auf jeder Zeitebene ähnlich aus.
Wellengrade: Ordnung in der Verschachtelung
Damit man bei all der Verschachtelung nicht den Überblick verliert, vergab Elliott Namen für die verschiedenen Größenordnungen, vom Grand Supercycle über Primary, Intermediate und Minor bis hinunter zum Subminuette. Die genauen Bezeichnungen sind weniger wichtig als das Prinzip dahinter: Notiere stets, auf welchem Grad du gerade zählst, und vermische die Grade nicht.
- Impuls
- → 5 Unterwellen
- Korrektur
- → 3 Unterwellen
- Prinzip
- Selbstähnlichkeit
- Regel
- Grade trennen
Zusammenfassung
Fraktalität bedeutet: derselbe Bauplan auf jeder Zeitebene, beliebig verschachtelt. Sie ist die Stärke der Theorie und zugleich ihre Stolperfalle, sobald man die Grade vermischt. Das konsequente Trennen der Wellengrade ist deshalb keine Theorie-Spielerei, sondern Praxisdisziplin.
Quellen
- A. J. Frost & Robert R. Prechter: Elliott Wave Principle: Key to Market Behavior, praktische Vorgehensweise und Wellengrade.
- Ralph Nelson Elliott: The Wave Principle (1938), Grundlegung der fraktalen Struktur.
